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Der globale CO2-Fußabdruck

Der Welt den Puls fühlen 

Der Inzidenzwert des Klimas

Jeden Tag werden wir in den Medien mit neuen Corona-Fallzahlen mit Säulengrafiken, Inzidenzwerten und anderen Scores zugeschüttet. Warum gibt’s so etwas nicht für die Klimaveränderungen? Klar, kann mensch der Welt nicht täglich das „Fieber messen“. Aber wir können Instrumente und Grafiken nutzen, die das Geschehen der CO2-Emissionen durch aussagekräftige Grafiken verdeutlichen. Denn wie bei Corona müssen wir regelmäßig mit Scores konfrontiert werden, um die mindestens 1,5 °C Erwärmung zu verhindern.

Ihr könnt euch auch auf eine Zeitreise bis 1752 zurückbegeben und die Klimaveränderungen nachverfolgen. Beim näheren Betrachten gibt es dabei viele Überraschungen: Die Mongolei ist laut Our-World-in-Data das Land mit der höchsten CO2-Emission pro Kopf (20,31 Tonnen), gemessen an der Bevölkerungsdichte mit 3,7 Millionen Einwohner auf einer Fläche viermal so groß wie Deutschland ist das keine große Sache. Saudi-Arabien mit 16,99 Tonnen und Kasachstan mit 16,92 Tonnen, fallen da schon eher auf. Es folgen Australien, die USA und Kanada.

CO2-Emission pro Kopf

Das ganze Ausmaß

Die Zahlen von Our-World-In-Data lassen schon einen deutliche Trend erkennen, Offizielle Zahlen sind jedoch noch deutlicher. So kommt der Report des Umweltprogramms der Vereinten Nationenen 2018  zu dem Schluss, dass es vielmehr die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) sind, die die höchsten Klimagas-Emissionen pro Kopf haben. 

CO2-Emission im Ländervergleich

Der persönliche CO2-Fußabdruck

Statistiken sind sicherlich Vereinfachungen und spiegeln nicht den persönlichen Klima-Fußabdruck eines jeden Einzelnen wieder. Offizielle Zahlen, lenken leicht davon ab, dass es jeweils persönliche Konsumentscheidungen sind, die Nahrung auf den Teller, den SUV vor die Haustür oder andere Produkte auf die Reise schicken. 

Territoriale Treibhausgase und Realer Konsum

In den hier gezeigten Grafiken ist dieser Aspekt nicht berücksichtigt, denn diese Statistiken berücksichtigen nur die territorialen Emissionen ohne die Importe zu berücksichtigen. Zu dem Pro-Kopf CO2-Fußabdruck müssten also noch die Importe im Empfängerland addiert werden und im Export-Land abgezogen werden, um eine faire Beurteilung zu erhalten.

Wir können davon ausgehen, dass die asiatische Region als “Produktionsstätte der Welt” mit ihren CO2-Emissionen zu einem großen Anteil dem Fußabdruck der westlichen Industrienationen hinzuzuzählen ist. Exemplarisch für China liegt der weltweite Anteil in der Spielzeugbranche schon bei 70%, Textilindustrie mit 40% und Informationstechnologie mit 30%. Hinzukommen noch Indien, Korea, Taiwan, Vietnam, Singapur usw. 

Aber möchten wir in den Nationen des westlichen Wohlstandes das ganze Ausmaß wirklich wissen? Oder suchen wir uns dann wieder Hilfe bei Welterklärern, die uns mit der Idee eines chinesischen Virus und chinesischen Treibhausgas beruhigen wollen?

Die Wahrheit kann manchmal eine bittere Pille sein, aber gute Medizin schmeckt nun mal nicht. 

Datenquellen

Wir von #Wurstend bieten euch hier aktuelle Statistiken der Wissenschafts-Plattform Our-World-In-Data an. Da könnt ihr die Daten – nicht nur für den Klimawandel, sondern viele relevante Themen zur Entwicklung unserer Lebensverhältnisse – als Diagramme, Weltkarte oder Ländertabelle aufrufen, die verwendeten Quellen nachschauen und sogar wissenschaftliche Einschätzungen, verständlich erklärt abrufen.

Die Klimagas-Daten-Quelle von Our-World-In-Data ist vornehmlich das Global Carbon Project – ein Zusammenschluss von internationalen Wissenschaftlern mit Sitz in Canberra, Australien und unter dem Vorsitz von Rob Jackson, Stanford Universität Kalifornien (Stand 2021). Anzumerken ist auf jeden Fall, dass die Statistiken des GCP, wenn auch schon besorgniserregend genug, sich aber dennoch erheblich zu Gunsten der beteiligten Institute, Länder und Wirtschaftsregionen vornehmlich, Australien und USA von anderen Quellen unterscheiden.
Beispielsweise wird die CO2 Pro-Kopf-Emission der USA im Umweltprogramm der Vereinten Nationen für 2018 mit ca. 20 Tonnen angegeben, während das GCP sie auf lediglich 16,6 Tonnen schätzt. 
Wir können also annehmen, dass dies lediglich die Spitze des Eisberges ist. 

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